Aktuelle Vegetation und Vegetationsdynamik im Sahel von Burkina Faso


Blick auf das Glacis bei Gorom-Gorom (N Burkina Faso)

Im Sahel von Burkina Faso führen sich wandelnde Lebensgewohnheiten der Menschen, z.B. das Seßhaftwerden von Nomaden, sowie steigende Bevölkerungszahlen seit einiger Zeit zu einer einschneidenden Veränderung der Landnutzung.

"Le Sahel d' aujourd'hui est un monde ravagé où abondent les marques de la destruction et de la dégradation." CHARLES TOUPET (1992)

Um die Frage, ob der Sahel tatsächlich zerstört und irreparabel degradiert ist wie im Zitat angedeutet oder ob er sich unter entsprechenden Nutzungsbedingungen und einer günstigen klimatischen Situation durchaus wieder erholen kann, gerade im Kontext von Desertifikation klären zu können, sind umfassende landschaftsökologische Untersuchungen notwendig, die bislang nur ansatzweise vorhanden sind.
Die Zielsetzung des laufenden Projektes ist es, eine detaillierte vegetationsökologische Betrachtung der aktuellen Situation als Grundlage zum Verständnis der ökosystemaren Zusammenhänge dieser Kulturlandschaft zu liefern sowie die Veränderungen, die in den letzten Jahren stattgefunden haben, zu analysieren.

In diesem Kontext werden in einer für den gesamten burkinabeischen Sahel repräsentativen Untersuchungsregion (Region Gorom-Gorom) vegetationsökologische Analysen durchgeführt. Ausgehend von "main habitat types" wird zunächst das Vegetationsmosaik in der Landschaft erfaßt und die jeweiligen Einheiten floristisch definiert. Zum anderen wird mit Hilfe von Luftbildserien und Satellitendaten in Zusammenarbeit mit dem geographischen Teilprojekt D5 die Vegetationsdynamik der letzten fünfzig Jahre beleuchtet. Auf einer zweiten Ebene werden die Vegetationseinheiten mit verschiedenen Methoden entlang von Transekten, die den Standortsfaktoren Niederschlag und Beweidungsintensität folgen, untersucht.

Wir sind immer daran interessiert, mit Kollegen und Institutionen, die an ähnlichen Fragestellungen arbeiten, zu kooperieren. Falls Sie Interesse haben oder weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an: Jonas.Mueller@em.uni-frankfurt.de

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